30. September 2005
Dr. Derek W. Gilroy erhält den International Aspirin® Award 2005:

Neuer Wirkmechanismus von Aspirin entdeckt

Acetylsalicylsäure regt die Bildung von Stickoxid an und hemmt so Entzündungen

Leverkusen/Lissabon - Dr. Derek W. Gilroy vom Centre for Clinical Pharmacology and Therapeutics in London erhält am 1. Oktober in Lissabon den 10. International Aspirin® Award. Der britische Wissenschaftler hat einen bisher unbekannten Mechanismus der Acetylsalicylsäure (ASS) entschlüsselt und erklärt, warum der Aspirin®-Wirkstoff Entzündungen hemmt. Das Besondere an Gilroys Forschungsarbeit: Seine Studien sind in Hinblick auf die entzündungshemmende Wirkung von ASS völlig neuartig. Er hat nachgewiesen, dass die Substanz die einzigartige Fähigkeit besitzt, die Entstehung von Stickoxiden auszulösen, mit deren Hilfe die weißen Blutkörperchen Infektionsherde besser bekämpfen können.

„Dr. Gilroy hat einen noch unbekannten biologischen Effekt von ASS erklärt. Er eröffnet damit neue Einblicke in die Wirkmechanismen der Acetylsalicylsäure in Bezug auf die Entzündung und die angeborene Immunität", würdigt Kurt Soland, Leiter der Region Europa des Geschäftsbereichs Consumer Care von Bayer HealthCare, die Entscheidung des Preiskomitees. Soland: „Engagierte junge Wissenschaftler wie Dr. Gilroy entlocken der ASS nach und nach immer mehr Geheimnisse. Der International Aspirin® Award motiviert sie dazu, sich mit der Substanz zu beschäftigen und die Forschung weiter voranzutreiben." In einer Reihe von Experimenten fand Dr. Gilroy heraus, dass ASS bei einer akuten Entzündung durch die Entstehung von Stickoxid (NO) seine volle anti-inflammatorische Wirkung entfaltet. ASS hemmt nicht nur, wie bereits bekannt, die Bildung der körpereigenen „Schmerzverstärker", der Prostaglandine. Die Substanz erzeugt darüber hinaus entzündungshemmende Hormone - so genannte Lipoxine -, die wiederum Stickoxide (NO) bilden und den Stickoxid-Blutspiegel erhöhen. Diese Fähigkeit spielt vor allem bei akuten Entzündungen eine herausragende Rolle, da NO die Beförderung weißer Blutkörperchen zu Infektionsherden und Verletzungen steuert. Durch die Einnahme von ASS können weiße Blutkörperchen das Blutsystem einfacher verlassen, um Infektionen zu bekämpfen oder Verletzungen des Gewebes zu reparieren. Die Folge: Hitze, Rötung, Schwellung und Schmerz nehmen ab.

In seiner Laudatio an den britischen Wissenschaftler hebt Professor Dr. Karsten Schrör, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Mitglied des Wissenschaftlichen Komitees für den Aspirin® Award, die besondere Bedeutung von Dr. Gilroys Experimenten noch einmal klar hervor: „Dr. Gilroys Entdeckung weitet das bekannte biologische Wirkungsspektrum des Aspirin®-Wirkstoffs erheblich aus und zeigt, dass bisher nur ein Teil der zahlreichen biologischen ASS-Aktivitäten erforscht ist."

Über die Bayer HealthCare AG:
Die Bayer HealthCare AG ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Der Teilkonzern Bayer HealthCare erzielte im Jahr 2004 einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro.

Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Biologische Produkte, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma und beschäftigte 2004 weltweit 35.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel von Bayer HealthCare ist es, innovative Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.


Zukunftsgerichtete Aussagen<br/>
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen








Service

Download