26. Oktober 2005
Kooperation zu Faktor Xa-Inhibitor BAY 59-7939:

Bayer HealthCare und Johnson& Johnson vereinbaren Entwicklungs- und Lizenzabkommen für Anti-Thrombosemedikament

Exklusive US-Vermarktungsrechte für Johnson& Johnson-Tochter Ortho-McNeil bei Kardiologen, Allgemeinärzten und im Hospitalgeschäft / Co-Promotionsabkommen für Vermarktung von Ortho McNeil Urologie-Medikament Elmiron® durch Bayer HealthCare in den USA

Leverkusen / Raritan, NJ, USA - Bayer HealthCare (BHC) und die Johnson& Johnson (J& J)-Tochtergesellschaft Ortho-McNeil Pharmaceutical Inc. haben heute die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von BAY 59-7939 für die Indikationen Prävention und Therapie von Thrombosen bekannt gegeben. BAY 59-7939 befindet sich zurzeit in der klinischen Entwicklung der Phase II. Die Phase III soll in den nächsten Wochen starten, um die Wirksamkeit bei der Prävention von Venenthrombosen zu untersuchen.

"Mit der Vereinbarung haben wir einen wichtigen strategischen Meilenstein für unser Erfolg versprechendes Thrombose-Medikament erreicht. Wir freuen uns, die Entwicklung gemeinsam mit Johnson& Johnson vorantreiben zu können", sagte Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG.

Laut Vertrag werden Bayer HealthCare und Ortho-McNeil sich die Kosten für die weltweite Entwicklung teilen Außerdem wird das J& J-Tochterunternehmen eine Einmalzahlung sowie Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt rund 290 Millionen US-Dollar leisten. Darüber hinaus zahlt Ortho-McNeil nach erfolgter Markteinführung in den USA gestaffelte, umsatzabhängige Lizenzgebühren von bis zu 30 Prozent für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten.

In den USA erhält Ortho-McNeil die exklusiven Vermarktungsrechte bei Kardiologen, Allgemeinärzten und für das Hospitalgeschäft. In den USA hat BHC die Option, das Präparat im Rahmen eines Co-Promotion-Abkommens im Krankenhaus und bei Fachärzten zu vertreiben. Ferner verbleiben alle Rechte außerhalb der USA exklusiv bei der Bayer HealthCare.

Für Arthur Higgins, Chairman des Executive Committees von Bayer HealthCare, ist die Johnson& Johnson-Gruppe der ideale Partner: „Nach einem umfangreichen Auswahlprozess, an dem sich weltweit führende Pharmafirmen beteiligten, hat sich Bayer für Johnson& Johnson entschieden. Das Unternehmen verfügt nicht nur über ein exzellentes Know-how, um ein aufwändiges klinisches Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchzuführen, sondern hat zudem ausgezeichnete Kontakte zu wichtigen Meinungsbildnern und Experten auf diesem Gebiet. Mit dieser Allianz optimieren wir das Potenzial unseres Faktor Xa-Inhibitors und unterstützen gleichzeitig unsere strategischen Vorgaben für den US-Markt, da wir uns dort auf das Spezialistengeschäft mit Hospital- und Facharztprodukten fokussieren."

Das Abkommen sieht weiter vor, dass BHC das Ortho-McNeil-Produkt Elmiron® zur Behandlung von unspezifischen Blasenschmerzen bei Fachärzten für Urologie in den USA vertreiben und die kompletten Erlöse aus dem Geschäft erhalten wird. Dies soll das Spezialistengeschäft von BHC in den USA stärken.

„Die Zusammenarbeit mit Bayer HealthCare stärkt unser wachsendes Herz-Kreislaufgeschäft", betont Joe Scodari, Vorstandsvorsitzender der Pharmagruppe von Johnson& Johnson. „BAY 59-7939 ist ein neuartiges Medikament, das wesentlich die Prävention und Behandlung von Thromboseerkrankungen verbessern kann. Wir haben mit Bayer HealthCare die gleichen Ziele und sind zuversichtlich, einen wesentlichen Beitrag für eine erfolgreiche Entwicklung dieser vielversprechenden Substanz zu leisten. Dabei setzen wir auf unsere Erfahrung in der Entwicklung und beim Vertrieb auf dem Gebiet der Thrombose durch unser Unternehmen Scios."

Info zu BAY 59-7939: Die Substanz ist ein oraler direkter Faktor Xa-Hemmer von Bayer HealthCare, der sich in der klinischen Entwicklung der Phase II befindet. Der Faktor Xa spielt eine zentrale Rolle in der Koagulationskaskade (Blutgerinnung). Es wurde nachgewiesen, dass BAY 59-7939 die Aktivität von freiem Faktor Xa und Prothrombinase hemmt. Auf diese Weise verhindert der direkte Faktor-Xa-Hemmer BAY 59-7939 die Thrombin-Bildung im Gerinnungsprozess.

Klinische Entwicklung von BAY 59-7939: Der Wirkstoff wird zurzeit parallel für drei verschiedene Indikationen entwickelt: die Prävention von Venenthrombosen nach schweren orthopädischen Eingriffen, die Behandlung von Venenthrombosen sowie die Prävention von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern.

BHC plant, im vierten Quartal dieses Jahres das Studienprogramm für die Phase III zur Prävention von Venenthrombosen nach schweren orthopädischen Eingriffen zu beginnen. Nach viel versprechenden Studien-Ergebnissen mit zweimal täglicher Verabreichung untersucht eine derzeit laufende Phase IIb-Dosisfindungs-Studie die Wirksamkeit und Sicherheit einer einmal täglichen Gabe zur Prävention von Venenthrombosen nach einer Hüftgelenksoperation. Die Erkenntnisse aus diesen Studien entscheiden darüber, welche Verabreichung in der Phase III genutzt wird. Zurzeit plant das Unternehmen, den Zulassungsantrag in dieser Indikation zum Ende des Jahres 2007 einzureichen.

Phase-IIb-Dosisfindungs-Studien mit sowohl zweimal- als auch einmal täglicher Verabreichung laufen derzeit für die Indikationen Behandlung von Venenthrombosen und Prävention von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern. Nach den gegenwärtigen Plänen wird ein Zulassungsantrag für das Jahr 2009 erwartet.

Über die Bayer HealthCare AG: Die Bayer HealthCare AG ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Der Teilkonzern Bayer HealthCare erzielte im Jahr 2004 einen Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Biologische Produkte, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma und beschäftigte 2004 weltweit 35.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel von Bayer HealthCare ist es, innovative Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

Über Johnson& Johnson: Johnson & Johnson ist das weltweit größte Unternehmen im Bereich Health Care. Die Produktpalette reicht von erfolgreichen Marken für Körper- und Babypflege über Hygieneprodukte und medizinische Kosmetik bis hin zu Pharmazeutika, chirurgischer Wundversorgung, Implantaten und minimal invasiven Instrumentarien. Global sind rund 115.000 Mitarbeiter in 200 Unternehmen in über 57 Ländern beschäftigt, um die Produkte weltweit zu vertreiben.

Zukunftsgerichtete Aussagen<br/>
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.









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