Nachhaltig Investieren

Ab 2020 haben wir bei Bayer Nachhaltigkeit als zentrales Element unserer Unternehmensstrategie und unserer Geschäftsaktivitäten neu untermauert – als integralen Bestandteil unseres Handelns. Wir haben uns anspruchsvolle Ziele gesetzt, um mit und durch unsere geschäftlichen Aktivitäten in den Bereichen Gesundheit und Ernährung zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, wie sie in den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen für das Jahr 2030 klar definiert sind.
 
Der kontinuierliche und systematische Dialog mit unseren Stakeholdern – und hier insbesondere den Investoren - ist uns besonders wichtig. Im Rahmen unserer erweiterten Nachhaltigkeitsstrategie wollen wir den Austausch mit Teilnehmern des Kapitalmarktes, deren Investitionsentscheidungen an ökologischen und sozialen Kriterien sowie einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung ausgerichtet sind – weiter intensivieren.

Wenn Sie Fragen zur Nachhaltigkeit bei Bayer haben, nehmen Sie bitte Kontakt zur Abteilung Corporate Sustainability auf: 

 
        

Bayer AG
Public Affairs & Sustainability
Investor Engagement & Reporting
Telefon: +49 (0) 214 30 36520
E-Mail: ute.menke@bayer.com

        


Darüber hinaus informieren wir unsere Stakeholder über nicht-finanzielle Entwicklungen und Leistungsindikatoren in unserem Nachhaltigkeitsbericht.

Wir haben unsere Anstrengungen für Nachhaltigkeit deutlich verstärkt und am 10. Dezember 2019 ein umfassendes Paket an Maßnahmen und neuen Nachhaltigkeitszielen bekannt gegeben:

  • Unternehmen will bis 2030 klimaneutral sein
  • Ambitionierte Ziele für den Zugang zu Medikamenten und Nahrungsmitteln in Entwicklungsländern und unterversorgten Gebieten
  • Messbare Nachhaltigkeitsziele werden in die Management-Vergütung integriert

Investoren-Telefonkonferenz am 10. Dezember 2019

Bayer 2030 Sustainable Development ObjectivesDownload PDF sammeln (2 MB)

Untenstehend finden Sie einige Links auf weiterführende Informationen zu ausgewählten, im Fokus stehenden Nachhaltigkeitsthemen - zum Beispiel zu unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie, den Anforderungen an eine gute Corporate Governance, unsere Maßnahmen zur Produktsicherheit oder unsere Initiativen zum weltweiten Zugang zu Medikamenten.

Compliance bei BayerCorporate GovernanceRisikomanagementLieferantenProduktverantwortungZugang zu Medikamenten

 

Standards für klinische Studien Bayer Bee CareKleinbauernKlimaschutz Verantwortungsvolles MarketingGentechnik

 

Bayer hat ein umfassendes Paket an Maßnahmen und neuen Nachhaltigkeitszielen ab 2020 bekannt gegeben. Im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sowie mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

Die Welt sieht sich heute mit der beispiellosen Herausforderung konfrontiert, einerseits sicherzustellen, dass eine wachsende und alternde Weltbevölkerung ein selbstbestimmtes Leben führen und am Fortschritt teilhaben kann, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, dass natürliche Ressourcen nachhaltiger als bisher genutzt werden.

Bayer wird seine Nachhaltigkeitsziele mit dem gleichen Nachdruck verfolgen und darüber berichten wie seine Finanzziele. In die Entscheidungsprozesse des Unternehmens werden die Nachhaltigkeitsziele genauso integriert wie in die Vergütungssysteme des Vorstands und des Managements. Darüber hinaus wird Bayer einen unabhängigen Nachhaltigkeitsrat mit externen Experten ins Leben rufen. Er wird den Vorstand beraten und die Weiterentwicklung von Bayers Nachhaltigkeitsplänen kritisch begleiten.

Die verstärkten Anstrengungen von Bayer sollen dazu beitragen, mehr Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und die natürlichen Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen. Deshalb setzt sich Bayer die folgenden detaillierten Ziele:

 

  • Das Unternehmen will bis 2030 klimaneutral sein
  • Das Unternehmen will 100 Millionen Kleinbauern in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen Zugang zu Innovationen, Wissen und Partnerschaften ermöglichen
  • Das Unternehmen will 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen Zugang zu einer verantwortungsvollen Familienplanung geben
  • Zusätzlich will Bayer den Zugang zu Gesundheitsprodukten für den täglichen Gebrauch für 100 Millionen Menschen in unterversorgten Gebieten weltweit verbessern

Das Nachhaltigkeits-Engagement von Bayer soll im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den sog. Sustainable Development Goals (SDGs), einen substanziellen Beitrag leisten. Die Vereinten Nationen haben sich auf 17 SDGs verständigt, um bis zum Jahr 2030 den Planeten zu einem besseren Ort für Mensch und Natur zu machen.

Neben der Bekämpfung von Hunger (SDG 2) und der Verbesserung der Gesundheitsversorgung (SDG 3) wird Bayer mit seinen Anstrengungen substanziell zum Engagement gegen den Klimawandel (SDG 13) und zum Schutz von Ökosystemen (SDG 15) beitragen. Sowohl in kleinbäuerlichen Betrieben als auch bei der Familienplanung oder bei der Gesundheitsversorgung von Familien spielen Frauen eine Schlüsselrolle. Sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial auszuschöpfen, wird einen Beitrag zur Geschlechtergleichheit (SDG 5) leisten und auf lokaler Ebene erhebliche sozioökonomische Vorteile bringen.

Mehr über unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Unsere weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie steht für die konsequente Ausrichtung auf mehr gesellschaftliche Wirkung unseres wirtschaftlichen Handelns. Damit ist Nachhaltigkeit ein zentraler Teil unserer Konzernstrategie. In seiner Funktion als Chief Sustainability Officer wird der Vorstandsvorsitzende von der Enabling Function „Public Affairs & Sustainability“ unterstützt. Sie erarbeitet im Auftrag des Vorstandes Strategien, identifiziert Tätigkeitsfelder, Ziele, Leistungskennzahlen, Managementsysteme sowie Konzernregelungen und erstellt den Nachhaltigkeitsbericht. Ihre operative Umsetzung erfolgt in den Divisionen und entlang der Wertschöpfungskette.

Basis des Nachhaltigkeitsmanagements ist weiterhin auch das Bekenntnis zum „UN Global Compact“ und zur Responsible-Care™-Initiative der chemischen Industrie sowie unser Engagement im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Für 2020 ist die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsbeirats geplant. Dazu werden anerkannte externe Experten aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt eingeladen, die eine ausgewogene Meinungsvielfalt sowie unterschiedliche geografische Herkunft und Geschlecht repräsentieren sollen. Der Beirat soll Bayer bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie begleiten, bei strategischen Fragestellungen zur Seite stehen und vor allem neue Perspektiven und Erfahrungshorizonte einbringen.  

Mehr über Nachhaltigkeitsmanagement

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht geben wir einen transparenten und umfassenden Einblick sowohl in unsere Nachhaltigkeitsstrategie als auch unsere -leistungen. Mit diesen detaillierten nichtfinanziellen Informationen wollen wir dem breitgefächerten Informationsbedürfnis unserer Stakeholder entgegenkommen. Der Nachhaltigkeitsbericht ergänzt die Nichtfinanzielle Erklärung gemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG), die in den zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2019 integriert ist.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bayer-Konzerns orientiert sich an den Leitlinien der „Global Reporting Initiative“ (GRI) sowie an den zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC). Eine ausführliche Übersicht der GRI-Angaben und eine Darstellung der Umsetzung der zehn Prinzipien des UNGC befindet sich im GRI/UNGC-Index des Berichts.

Sie finden detaillierte Informationen über die Integration von Nachhaltigkeit in unsere Geschäftsprozesse sowie finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen für Vorjahre in unseren früheren integrierten Geschäftsberichten und Nachhaltigkeitsberichten.

Mehr über Nachhaltigkeitsberichte

Bayer ist weiterhin in den wichtigen Nachhaltigkeitsindices FTSE4Good, MSCI World Low Carbon Target Index, STOXX® Europe Sustainability, STOXX® Global ESG Impact sowie im Dax-50-ESG-Index gelistet. Das CDP (Carbon Disclosure Project) hat Bayer auch im Jahr 2019 wieder als eines der international führenden Unternehmen der Pharmabranche auf den Gebieten des Klimaschutzes und des nachhaltigen Wassermanagements eingestuft.

IndexZone
Dax-50-ESG-Index Deutschland
FTSE4Good Environmental Leaders Europe 40Europa
FTSE4Good EuropeEuropa
FTSE4Good GlobalWelt
MSCI ACWI Low Carbon Target IndexWelt
STOXX® Europe SustainabilityEuropa
STOXX® Global ESG ImpactWelt

   Mehr über Nachhaltigkeitsratings und -rankings

Strittige Themen mit Rating-Agenturen

In unseren Gesprächen mit Aktionären/Rating-Agenturen werden zu bestimmten Themen immer wieder Behauptungen aufgestellt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir zu vielen Themen liefern, werden in den Bewertungen einiger Rating-Agenturen leider nicht immer vollständig berücksichtigt. Deswegen möchten wir unsere Argumente veröffentlichen, um eine objektive Bewertung durch die Öffentlichkeit und vor allem durch Investoren zu ermöglichen.

Umweltbedenken gegenüber gentechnisch veränderten Kulturen (GVO)

Einige Rating-Agenturen behaupten, dass GVO der Umwelt schaden, und haben diese Behauptung als "sehr ernste Kontroverse" (= rote Flagge) eingestuft. Wir werden hier klarstellen, was richtig und was falsch ist.

Landwirte aller Arten – ob konventionell oder bio – ergreifen Maßnahmen, um unerwünschte Fremdbestäubungen zu verhindern. Saatgutunternehmen und Wissenschaftler nehmen das Thema Pollenflug seit Jahren sehr ernst. Da wir es beim Mais – einer der wichtigsten Kulturen in unserem Saatgutportfolio – mit einer offenen Befruchtung zu tun haben, ist es für unser Geschäft wichtig zu verstehen, wie weit und unter welchen Umständen sich die Pollen verbreiten. Dieses Wissen überführen wir in Best Management Practices, beispielsweise Empfehlungen zum optimalen Abstand der Pflanzen oder zum Zeitpunkt der Aussaat, damit zwei Felder nicht zum gleichen Zeitpunkt bestäubt werden1.

Bisher durchgeführte Studien (zu Baumwolle in den USA und Indien sowie Soja in den USA) sind zu dem Schluss gekommen, dass der Anbau von GV-Kulturen nicht zu einem Rückgang der Pflanzenvielfalt geführt hat2.

Darüber hinaus erläutert ein Bericht der American Seed Trade Association, dass "auf Grundlage der Erfahrungen vieler Generationen Koexistenz bedeutet, dass die besten Methoden in der Landwirtschaft allen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette den größten Nutzen bringen – von den Saatgutherstellern über die Landwirte und Einzelhändler bis hin zu den Verbrauchern, also vom Feld auf den Teller.“ Der Bericht erinnert uns daran, dass "die Koexistenz verschiedener Anbaumethoden in der Landwirtschaft kein neues Konzept ist“ und dass „Landwirte daran gewöhnt sind, verschiedene Kulturen nahe beieinander anzubauen.“ Hier lesen Sie den vollständigen Bericht (nur auf Englisch verfügbar), der weitere Informationen dazu enthält, welche Instrumente in der Saatgutindustrie die Koexistenz ermöglichen3.


Entwicklung wirksamer Kontrollmechanismen, um die Verunreinigung von konventionellen Feldern mit GV-Kulturen zu verhindern.

Bayer ergreift weitreichende Maßnahmen, um Fremdbestäubungen zu verhindern. Darüber hinaus ist das Unternehmen durch Excellence Through Stewardship (ETS) zertifizierti. Im Rahmen unseres Qualitätsprogramms untersuchen wir den Pollenflug und entwickeln daraus Best Management Practices beispielsweise im Bezug auf den Pflanzenabstand oder den Zeitpunkt der Aussaat.

Der Technology Use Guide (TUG) stellt eine kompakte Quelle technischer Informationen zu Bayers aktuellem Technologieportfolio dar und definiert die Anforderungen und Richtlinien bezüglich der Nutzung dieser Produkte. 

1 Gmoanwsers.com / University of Ohio (https://agcrops.osu.edu/newsletter/corn-newsletter/2015-04/minimizing-pollen-contamination-non-gmo-corn / https://butler.osu.edu/news/managing-pollen-drift-minimize-contamination-non-gmo-corn ) and University of California, Davis (https://anrcatalog.ucanr.edu/pdf/8192.pdf).
2 Graham Brookes & Peter Barfoot (2017) Environmental impacts of genetically modified (GM) crop use 1996–2015: Impacts on pesticide use and carbon emissions, GM Crops & Food, 8:2, 117-147, DOI: 10.1080/21645698.2017.1309490
3 Gmoanwsers.com (https://gmoanswers.com/ask/what-steps-are-being-taken-prevent-gmo-crops-pollinating-organicwild-plants)

i Excellence Through Stewardship www.excellencethroughstewardship.org. ETS member organizations implement product stewardship (responsible management, handling, governance, oversight, traceability etc.) best practices by way of our technical resources which include guidance on quality management systems, gap analysis, checklists and other material.

Uns sind keine offenen Rechtsstreitigkeiten bekannt, in denen eine Fremdbestäubung / Kontamination von Zuckerrüben oder anderen Kulturen geltend gemacht wird, wie in einem Bericht beschrieben. In den USA ging es in früheren Rechtsfällen im Zusammenhang mit Fremdbestäubung eher um Vorwürfe, dass die US-Regierung gentechnisch veränderten Pflanzen strikter bewerten bzw. regulieren solle, oder um Vorwürfe, die sich eher auf Bedenken hinsichtlich des Schutzes geistigen Eigentums als auf Fremdbestäubung / Kontamination bezogen.

Aus diesem Grund können wir keine Rechtsstreitigkeiten beilegen - wie von Ratingagenturen gefordert.

Einige GV-Kulturen besitzen die genetische Eigenschaft, resistent gegenüber Insekten zu sein. Sie wird aus einem gewöhnlichen Bodenbakterium gewonnen, dem Bacillus thuringiensis (oder Bt). Kritiker von GV-Kulturen argumentieren, dass die insektizid wirkende Bt-Eigenschaft auch den Bienen schadet. Es gibt allerdings so gut wie keine Beweise, die diese Behauptung stützen4.

Die Bt-Proteine in GV-Pflanzen, die vor Insekten geschützt sind, wurden in zahlreichen Studien auf eine potenzielle Toxizität gegenüber Bienen untersucht, und keines von ihnen hat irgendeine schädliche Wirkung auf ausgewachsene Honigbienen oder deren Larven gezeigt – weder kurz- noch langfristig. Bei einer Studie, in der die Bienen extrem hohen Dosen eines Proteins ausgesetzt waren, zeigte sich, dass die Bienen weniger Nahrung aufnahmen und das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt werden kann. Verglich man aber diese hohen Konzentrationen mit realistischeren Bedingungen auf dem Feld, kamen dieselben Autoren zu dem Schluss, das negative Auswirkungen auf das Nahrungsverhalten der Bienen unter natürlichen Bedingungen unwahrscheinlich seien.

Das Risiko, das von GV-Kulturen für Bienen ausgeht, ist demnach als geringfügig einzustufen, denn die Bt-Proteine sind nicht gegen Honigbienen aktiv und die Ergebnisse zahlreicher Labor- und Feldstudien belegen, dass es keine tödlichen oder beinahe tödlichen Auswirkungen auf die Bienen gibt.

Mehr dazu: Separating fact from fiction, Bee Myths: Don’t Believe Everything You Hear! (BeeINFOrmed N.8_2019). (nur auf Englisch verfügbar)

4 Source: BEEINFOrmed N°8_2019, page 42

Wir beteiligen uns an verschiedenen Initiativen, um die Lebensbedingungen von Schmetterlingen besser zu verstehen, und sind zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur der Mangel an Nahrung durch den Rückgang der Seidenpflanzen, sondern auch Klimaeffekte das Überleben und die Fortpflanzung der Monarchfalter beeinflussen.

In den USA ist der Bestand an Monarchfaltern durch den Rückgang ihrer Hauptnahrungsquelle – der Seidenpflanze - in den vergangenen 20 Jahren um 10 Prozent gesunken5. Auch viele anderen Faktoren haben dazu beigetragen, dass die überwinternden Bestände an Monarchfaltern im Vergleich zum 20-Jahres-Durchschnitt zurückgegangen sind: Verlust von Brut- und Nahrungsgebieten entlang der Route ins Winterquartier, Wetter- und Klimaveränderungen, natürliche Feinde, Krankheitserreger und Parasiten sowie weniger Winterquartiere in Mexiko.

Im Januar 2019 berichteten der World Wildlife Fund (WWF) und die Mexikanische Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP) einen Anstieg des jährlichen Bestands an Monarchfaltern um 144 % im Vergleich zum Vorjahr (nur auf Englisch verfügbar). 

Gemeinsam mit weiteren Partnern bemühen wir uns, die Vorwürfe und unseren eigenen Wissensstand zu überprüfen. Deswegen haben wir Programme zum Schutz des Monarchfalters und anderer Bestäuber aufgesetzt. Wir haben uns beispielsweise dafür stark gemacht, dass Seidenpflanzen außerhalb bewirtschafteter Flächen wieder angesiedelt werden, um die Populationen von Monarchfaltern nachhaltig wiederherzustellen.

Weitere Informationen zu unserem Engagement für den Monarchfalter finden Sie hier (nur auf Englisch verfügbar).

5 1: Boyle JH, Dalgleish HJ, Puzey JR. Monarch butterfly and milkweed declines substantially predate the use of genetically modified crops. Proc Natl Acad Sci US A. 2019 Feb 19;116(8):3006-3011. doi: 10.1073/pnas.1811437116. Epub 2019 Feb 5. PubMed PMID: 30723147; PubMed Central PMCID: PMC6386695.

Die Unbedenklichkeit biotechnologisch veränderter Pflanzen wurde von zahlreichen Drittorganisationen bestätigt, darunter der Amerikanische Medizinerverband AMA, die Gesellschaft für Toxikologie, die Amerikanische Nationalakademie der Wissenschaften, die Royal Society im Vereinigten Königreich, die Weltgesundheitsorganisation, die Französische Akademie der Medizin, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Kommission der Europäischen Union. Diese Bewertungen beruhen auf jahrelanger Forschung und zahlreichen Untersuchungen6.

2018 wurden in 26 Ländern biotechnologisch veränderte Kulturen angebaut, und 44 Länder importierten solche Kulturen. Nach heutigem Stand sind 58 GVO in der EU zum Einsatz in Nahrungs- und Futtermitteln zugelassen.

6 ISAAA. 2018. Global Status of Commercialized Biotech/GM Crops in 2018. ISAAA Brief No. 54. ISAAA: Ithaca, NY

Neonicotinoids

Tatsächlich hat die Gesundheit der Honigbienen in den vergangenen Jahrzehnten aus verschiedenen Gründen Anlass zur Sorge gegeben. 2008 gab es mit einer großen Anzahl von Honigbienenvölkern einen ernsten Zwischenfall, als Saatgut unsachgemäß mit einem Neonikotinoid behandelt wurde. Seit diesem Fall wurden zahlreiche zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen würde, und zwar mit Erfolg. Behauptungen, dass Neonikotinoide für die beeinträchtigte Gesundheit der Honigbienen verantwortlich sind, entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage – und wissenschaftliche Untersuchungen gibt es dazu zur Genüge.

Neonikotinoide sind für die Völker von Honigbienen und die Populationen anderer Bestäuber unbedenklich, wenn sie sachgemäß eingesetzt werden. Zahlreiche Studien unter realistischen Bedingungen, die den landwirtschaftlichen Praktiken entsprechen, haben das bestätigt. In keiner nach vereinbarten Standards durchgeführten Studie wurde ein systematischer Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit von Honigbienen oder dem Rückgang von Bestäubern in der freien Natur auf der einen Seite und dem Einsatz von Neonikotinoiden auf der anderen Seite gefunden.

Es gibt verschiedene Studien akademischer Forscher, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden und schädliche Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Bestäuber beschreiben. Doch die meisten dieser Studien wurden mit sehr hohen Dosen der Substanzen und somit unrealistischen Expositionsbedingungen durchgeführt, sodass sie keine Aussage darüber zulassen, was auf dem Feld passiert.

2013 und 2018 wurden drei Neonikotinoide (Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin) aufgrund von Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in der EU weitgehend verboten. Diese Bewertungen wurden aber auf Grundlage neuer geplanter Richtlinien zur Risikobewertung durchgeführt, die nach wie vor kontrovers diskutiert werden, da sie experimentelle Studiendesigns erfordern, die so gut wie nicht zu erfüllen sind (z. B. eine Feldgröße von 450 km2 für eine einzige Feldstudie mit Honigbienen). Deswegen wurde dieser neue Risikobewertungsansatz auch sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch nicht offiziell in der EU umgesetzt, und die Behörden mehrerer Mitgliedsstaaten verweigern die Umsetzung. Die EU-Kommission hat daher vor Kurzem eine Überprüfung der geplanten Richtlinien angeordnet.

Obwohl die neuen Richtlinien von den EU-Mitgliedsstaaten nicht verabschiedet und nicht offiziell umgesetzt wurden, wurden Neonikotinoide auf Grundlage dieses Ansatzes reguliert (im Gegensatz zu den meisten anderen in der EU zugelassenen Produkten).

Als Neonikotinoide in den frühen 1990er-Jahren eingeführt wurden, galten sie als eine erhebliche Verbesserung, da sie ältere Klassen von Insektiziden (Organophosphate, Carbamate), die für Menschen und die Umwelt hochgiftig waren, ersetzen konnten. Diese Stoffe kommen im Portfolio von Bayer nicht mehr vor.

Als Referenz beachten Sie bitte folgendes Fazit der australischen Regierung (nur auf Englisch verfügbar):  https://apvma.gov.au/sites/default/files/publication/18541-neonicotinoids_overview_report_february_2014.pdf

Kein anderes Land außerhalb Europas hat sich seitdem an den Beschränkungen der EU zum Einsatz von Neonikotinoiden orientiert. In den meisten Ländern der Welt sind Neonikotinoide weiter zugelassen und werden ohne maßgebliche Einschränkungen und zum Teil nach kürzlich erfolgten Neubewertungen eingesetzt. In mehreren Ländern und Regionen laufen allerdings Zulassungsüberprüfungen.
Das Vorsorgeprinzip soll in Fällen angewendet werden, in denen die Datenlage defizitär ist. Neonikotinoide gehören aber vermutlich zu den am meisten auf ihre Bienensicherheit untersuchten Insektiziden weltweit. Bayer strebt danach, in Zukunft das Verhältnis zwischen positiven Effekten (z. B. Schädlingskontrolle) und unerwünschten Nebenwirkungen weiter zu verbessern. Deswegen wird die Sicherheit für Bestäuber mittlerweile grundsätzlich in die frühen Forschungsphasen integriert.

Mehr dazu in der Broschüre BEEINFOrmed Nr. 8_2019 (nur auf Englisch verfügbar)

Weitere Themen

Bayer ist heute führend bei Innovationen in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft. Wir sind uns der damit verbundenen Verantwortung bewusst und setzen uns aktiv dafür ein, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Wir sind uns ebenfalls bewusst, dass unser Handeln nicht nur daran gemessen wird, was wir anzubieten haben, sondern auch daran, wie wir uns im Austausch mit Gesellschaften und Gemeinschaften auf der ganzen Welt verhalten.

Die Bayer Societal Engagement Principles (BASE) geben vor, wie wir uns anderen gegenüber verhalten – gegenüber unseren Mitarbeitern, aber auch gegenüber Patienten, Kunden, Verbrauchern, Geschäftspartnern, politischen Stakeholdern, Wissenschaftlern, Kritikern sowie gegenüber unseren Aktionären auf der ganzen Welt. Wir wollen zuhören, verstehen, Bedenken ernst nehmen und einen respektvollen Dialog führen, insbesondere dort, wo dies schwierig oder unbequem ist. Bei allem, was wir tun, streben wir nach einem gemeinsamen Mehrwert und guten Lösungen für alle Beteiligten. Um das zu erreichen, stellen wir sicher, dass unser Austausch mit der Gesellschaft dem weitreichenden Potenzial unseres Portfolios und unserer talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entspricht.

Wir haben natürlich die geistigen Eigentumsrechte an unseren Innovationen im Blick. Wir haben diese aber nie gegenüber Kleinbauern durchgesetzt, die ausschließlich für den Eigenbedarf und den Bedarf ihrer Familie anbauen, und tun das auch jetzt nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass ein breiter Zugang zu unserem geistigen Eigentum gewährt wird und die Lizenzgebühren fair und angemessen sind und niemanden ausschließen.

Seit mehr als 40 Jahren nutzen Landwirte in aller Welt – aber auch Behörden, Hobbygärtner und andere Anwender – Glyphosat als wirksames und kostengünstiges Mittel zur sicheren Bekämpfung verschiedener Unkräuter. Glyphosatbasierte Herbizide helfen den Landwirten, ihre Erträge zu sichern und gleichzeitig nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben, indem das Pflügen, die Bodenerosion und der CO2-Ausstoß verringert werden.

Zu Glyphosat und den Glyphosat-basierten Herbiziden von Monsanto/Bayer gibt es einen umfassenden Forschungsstand. Er umfasst über 100 Studien, die die US-Umweltschutzbehörde (EPA) als relevant für ihre Analyse des Krebsrisikos eingestuft hat, und über 800 weitere Sicherheitsstudien, die bei Zulassungsbehörden eingereicht wurden. Diese Forschungen kommen zu dem Schluss, dass Glyphosat-basierte Herbizide bei sachgemäßer Anwendung sicher sind und Glyphosat nicht krebserregend ist.

Diese Schlussfolgerung teilen führende Gesundheitsbehörden in aller Welt weiterhin. Hierzu zählen die US-Umweltschutzbehörde (EPA), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie die australischen, kanadischen, koreanischen, neuseeländischen und japanischen Regulierungsbehörden und das Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR). Im Januar 2020 teilte die EPA als Ergebnis ihrer jüngsten Neubewertung angesichts einer vorübergehenden Zulassung von Glyphosat mit, es seien „keinerlei Gesundheitsrisiken für den Menschen durch die Exposition gegenüber Glyphosat“ festgestellt worden.

Mehr zum Thema: https://www.bayer.com/en/glyphosate-impact-on-human-health-and-safety.aspx (nur auf Englisch verfügbar)

Die jeweiligen Ratingagenturen interpretieren die Grundsätze des UN Global Compact gemäß ihrer eigenen Methodik.

Bayer respektiert alle zehn Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen. Wir glauben an die Logik der Wissenschaft und sorgen dafür, dass alle unsere Produkte die relevanten Sicherheits- und Umweltstandards einhalten, die im Rahmen des Zulassungsprozesses eingefordert werden.

Als Branchenführer bekennt Bayer sich zu seiner Produktverantwortung, betrachtet sie als integralen Bestandteil seiner Aktivitäten und stellt sicher, dass alle Produkte, Dienstleistungen und Technologien sicher und nachhaltig sind, dass sie verantwortungsbewusst gegenüber der Umwelt eingesetzt werden und dass sie gleichzeitig die Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen.

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